Bericht zur Eidgenössischen Jugendsession.Herbst 2009

Am 5. September 2009 war es wieder einmal soweit: Jugendliche aus der ganzen Schweiz kamen im Rahmen der Jugendsession.herbst in Bern zusammen und diskutierten verschiedene Themen miteinander. Sandro Lendi (Vorstandsmitglied JCVP Linthgebiet) sorgte dafür, dass auch das Linthgebiet gebührend in Bern vertreten wurde. In seinem nachfolgenden Bericht lässt er das Erlebte noch einmal Revue passieren.

von Sandro Lendi

Statt wie angekündigt 100 Jugendliche aus der ganzen Schweiz haben sich knapp 40 Jugendliche und deren Gruppenleiter zu den Themen wie häusliche Gewalt, sexuelle Gewalt unter Jugendlichen, Zugang zu gefährlichen Internetinhalten und Zukunft der Energieversorgung in der Schweiz Gedanken gemacht und versucht Peditionen auszuarbeiten und nachher einer Vertreterin des Parlamentes zu übergeben. Auch die JCVP Linthgebiet war mit Sandro Lendi, einem motivierten Jungparlamentarier, in Bern an dieser eintägigen Eidgenössischen Jugendsession vertreten. Es waren nur zwei Jungparlamentarier aus dem Kanton St. Gallen vertreten, jedoch sehr viele aus den Kantonen Bern, Neuenburg, Solothurn und aus der Westschweiz.

Die Eröffnungsrede hielt die Nationalrätin Jacqueline Fehr, Präsidentin der Stiftung Kinderschutz Schweiz, und stimmte die einzelnen Teilnehmer auf ihre jeweiligen Themen ein. Zudem forderte sie von ihnen, dass sie am Ende des Tages eine Petition verabschieden sollten, welche sie gerne bereit wäre im Parlament zu unterstützen.

In der Gruppe „Zukunft der Energieversorgung in der Schweiz“ wurde ohne den Aspekt eines Neubaus eines Atomkraftwerks diskutiert. Nach den morgigen Diskussionen über eine Petition zum Stromsparen oder für eine Erweiterung der Produktion von Elektrizität. Die von jemanden in der Gruppe vorgeschlagene Idee der Abschaltung von Schaufenster-, Fassaden- und Reklamenbeleuchtungen, Monumenten und Dekorationen zwischen 24 Uhr und 6 Uhr fand am meisten Anklang in der Gruppe (exakter Wortlaut aller Petitionen auf http://www.jugendsession.ch/jugendsession-herbst/resultate/).

Am frühen Abend im Plenum im Berner Rathaussaal wurde die ausgearbeitete Petition den anderen Teilnehmern der Jugendsession.herbst vorgestellt. Gegenargumente von einzelnen wurden sofort von der ganzen Gruppe ausgeschlagen, so dass die Petition unter grossem Applaus mit 30 Ja zu 4 Nein deutlich angenommen wurde.

Zum Abschluss hielt noch Muriel Langenberger, Verantwortliche Kinder, Jugend und Alter beim BSV und Vertreterin des Vereins PPP (Programme national pour la protection de l’enfant) eine nicht sehr spannende Abschlussrede in den Sprachen Deutsch und Französisch.
Im Anschluss daran begab man sich vereinzelt noch auf den Bundesplatz für ein Erinnerungsfoto.

Als Fazit muss erwähnt werden, dass sehr wenige Jugendliche ihre Chance wahrgenommen haben um aktiv ihren Beitrag in der Politik zu leisten. Die Anzahl der Teilnehmer entspricht etwa dem Aufkommen an einer kantonalen Jugendsession.
Es konnten jedoch viele neue Bekanntschaften geschlossen werden, die man sicher an der diesjährigen dreitägigen Eidgenössischen Jugendsession im November im Bundeshaus sicher wieder sehen wird.

Es hat sich definitiv gelohnt einen freien Samstag zu investieren und mit der ausgearbeiteten Petition zu zeigen, dass auch wir Jugendliche fähig sind eine schlaue Idee zu kreieren, um ein kleines positives Signal gegen die bevorstehende Stromlücke und den Stromverbrauch zu setzen.





Veröffentlicht am:
00:04:43 19.09.2009 von Michael Glaus

Letzte Aktualisierung
00:17:14 19.09.2009