Grundlagenpapier

Grundhaltung

Als dynamische Jungpartei setzen wir uns ganz speziell für die Interessen und Anliegen der jungen Generation in unserem Kanton ein. Wir wollen Schwung ins politische Klima bringen und unserer Generation zum Mitdenken und Mitmachen animieren.

Jung:
Der Jugend gehört die Zukunft. Deshalb setzen wir uns für eine nachhaltige Entwicklung ein, die den Anforderungen der Gegenwart und der Zukunft gerecht werden soll. Darum versuchen wir unsere jugendliche und zukunftsgestaltende Sichtweise in die verschiedenen Sparten der Politik einzubringen.

Christlich:
Die Liebe und Toleranz zu unseren Mitmenschen sind Kerngehalt unserer christlichen Gesinnung. In der Politik spielt Menschlichkeit für uns eine bedeutende Rolle. Sie ist nämlich die Basis des verantwortungsvollen Handelns miteinander und füreinander.

Im Zentrum:
Durch unsere Politik wollen wir uns klar im Zentrum positionieren, denn nur dort geht der Blick über das Ganze nicht verloren und befriedigende Lösungen von Problemen können erarbeitet werden.


Unsere Position zu verschiedenen Sachthemen:

 

Jugendpolitik

Die JCVP fühlt sich den Anliegen der Jungen besonders verpflichtet. Solche Forderungen und Interessen möchten wir gegenüber der Öffentlichkeit und unserer Mutterpartei artikulieren.


Partizipation:
Die Jugend ist die Zukunft der Gesellschaft und soll so auch die Möglichkeit erhalten, sich an der politischen Meinungsäusserung zu beteiligen. Mit Jugendparlamenten, Jugendräten, Schülerräten und Jugendforen soll darum der Einbezug der Jugend in die Politik gefördert werden. Um wirklich etwas bewirken zu können, muss uns aber eine echte Entscheidungsbefugnis gegeben werden.


Bildungs- und Berufspolitik

Die JCVP wehrt sich gegen jeden Leistungs- und Qualitätsabbau im Bildungsbereich. Sparmassnahmen dürfen das Niveau der Ausbildungsgänge nicht tangieren. Die Chancengleichheit aller Schülerinnen und Schüler muss gewährleistet sein, denn ein sozial und finanziell schlechteres Umfeld darf kein Hindernis für eine gute Ausbildung sein. Der Bund soll dafür einheitliche Bildungsstandards definieren.

Volksschule:
Die JCVP unterstützt die Schaffung eines fächerübergreifenden, praxisorientierten Unterrichts. Primäres Anliegen der Volksschule muss die Vermittlung von Basiskompetenzen (Lesen, Schreiben, Rechnen) sein. Dazu gehören auch die Vermittlung von EDV-Kenntnissen und die Ausbildung in neuen Technologien wie zum Beispiel dem Internet. Neben der Intensivierung des Erlernens der Landessprachen muss auch der Englischunterricht gefördert werden.

Zudem ist die Eingliederung und Förderung fremdsprachiger Kinder ein grosses Anliegen der JCVP. Dazu befürworten wir de Führung von Integrationsklassen.

Die politische Bildung ist als Bestandteil der Allgemeinbildung zu vermitteln.

Die Berufswahl und -beratung müssen auf die Berufe der Zukunft ausgerichtet sein.


Berufsbildung:
In der Berufsbildung muss die Chancengleichheit aller gewahrt sein. Die Berufslehre muss unter staatlicher Führung wieder eine Aufwertung erfahren und auf weitere Berufsfelder ausgedehnt werden. Um Anreize zur Schaffung von Lehrstellen zu fördern, müssen Unternehmen belohnt werden, welche eine für Jugendliche wertvolle und solide Ausbildung gewährleisten. Nicht zuletzt kann so der Jugendarbeitslosigkeit entgegengewirkt werden.

Um die Weiterbildung zu fördern, unterstützt die JCVP Fachhochschulen und die Berufsmatura, welche eine praxisorientierte Alternative zum Bildungsweg Gymnasium/Universität gewährleisten sollen. Die berufliche Weiterbildung soll mit der akademischen Ausbildung gleichgestellt werden.

 

Mittelschule und Universität:
Um die Qualität unserer Mittelschulen sicherzustellen, müssen das Lehrangebot verbessert und die Selektionskriterien verschärft werden.

Der Zugang zum Studium muss für alle gewährleistet sein.

 

Jungunternehmer:
Innovative Ideen müssen gefördert werden, denn sie bilden den Motor der unsere Wirtschaft vorantreibt und den zukünftigen Wohlstand unseres Landes weiterhin garantiert. Deshalb fordert die JCVP unter anderem Steuererleichterungen für Jungunternehmer.

 

Familienpolitik

Trotz einer immer stärker individualisierten Gesellschaft sehen wir deren Grundlage in der Familie. Deshalb fordern wir die Anerkennung und Wertschätzung der Familienarbeit. Zudem unterstützen wir die Verbesserung der Bedingungen, welche es erlauben, die Familie mit der Arbeit zu verbinden (Schaffung von Tagesschulen, Einführung von Blockzeiten, steuerliche Begünstigungen, Teilzeitstellen, Jobsharing, u.ä.). Auch in Anbetracht der fortschreitenden Alterung unserer Gesellschaft ist die Familie von zentraler Bedeutung (Erneuerung des Generationenvertrages).

 

Gleichstellung

Die JCVP fordert die tatsächliche Gleichstellung aller Menschen. Die bestehenden gesetzlichen Möglichkeiten (Gleichstellungsgesetz, Behindertengleichstellungsgesetz) sollen umgehend umgesetzt werden.

 

Sozialpolitik

Es ist unsere Pflicht, sich für Menschen in unserer Gesellschaft einzusetzen, die auf Hilfe des Staates angewiesen sind. Eine soziale Marktwirtschaft und ein effizientes Sozialsystem bieten dafür die Grundlage. Bei der Verteilung finanzieller Mittel an Bedürftige darf jedoch nicht nach dem „Gieskannenprinzip“ vorgegangen werden, sondern es muss dort geholfen werden, wo Unterstützung wirklich nötig ist. Finanzielle Unterstützung muss Hilfe zur Selbsthilfe ermöglichen.

 

Gesundheitspolitik

Die Grundversorgung muss für alle wirtschaftlich tragbar sein. Der Trend der jährlichen Kostensteigerungen soll gebrochen werden.

Die JCVP fordert eine effiziente und effektive Spitalpolitik unter Gewährleistung der flächendeckenden Versorgung.

 

Drogenpolitik

Die JCVP geht vom Primat der Prävention aus und betrachtet die Drogensucht als Krankheit. Wir stehen der Legalisierung weicher Drogen kritisch gegenüber, beeinflusst sie doch gerade die Jugendlichen negativ in ihrem Suchtverhalten. Einen Entkriminalisierung harter Drogen lehnen wir ab, unterstützen aber eine ärztlich kontrollierte Heroinabgabe an registrierte Süchtige. Das Ziel solcher Programme sind der Ausstieg und die Wiedereingliederung in die Gesellschaft und nicht zuletzt der Rückgang der Beschaffungskriminalität.

Wir setzen uns beim Nikotin- und Alkoholkonsum für eine strikte Einhaltung der Gesetzgebung ein. Der Schutz von Nichtrauchern vor dem Passivrauchen muss erhöht werden. Dem Jugendschutz soll besondere Nachachtung verschafft werden (z.B. Verbot von Zigarettenautomaten).

Mit einer intensiven Informationskampagne (analog StopAids-Kampagne) und einer intensiven Drogenprävention an Schulen soll der Drogenmissbrauch bekämpft werden.

 

Wirtschaftspolitik

Die Wirtschaftspolitik der Schweiz muss allgemein darauf ausgerichtet sein, die Flexibilität und die Wettbewerbsfähigkeit der schweizerischen Unternehmen zu erhöhen und die Rahmenbedingungen des Wirtschaftsstandortes Schweiz zu verbessern. Die Entwicklung neuer viel versprechender Technologien und Ideen muss gefördert werden, damit zukunftsorientierte Branchen wieder vermehrt entstehen können. Für innovative Klein- und Jungunternehmen muss deshalb mehr Risikokapital bereitgestellt und Förderungsprogramme müssen eingeführt werden.

Der Privatisierung von ehemaligen Staatsbetrieben stehen wir positiv gegenüber, denn der Wettbewerb in solchen Branchen fördert die Innovationsfähigkeit, lässt neue Unternehmen entstehen und beeinflusst die Preise marktgerecht. Doch darf der Service public (Versorgung von Randregionen, Versorgungssicherheit, usw.) dadurch nicht negativ beeinträchtigt werden. Schliesslich muss die Wirtschaft für den Menschen da sein und nicht umgekehrt.

 

Umweltpolitik

Eine intakte Umwelt ist die Lebensgrundlage für unsere Gesellschaft. Sie stellt die langfristige Basis für die Gesundheit des Menschen, der Tiere und Pflanzen dar und bildet zudem das Fundament für eine gedeihliche wirtschaftliche Entwicklung. Durch eine angemessene Umweltpolitik kann das Verhalten der Bevölkerung in eine umweltfreundliche Richtung gelenkt und umweltgerechte Technologien können gefördert werden. Die JCVP fordert, dass umweltfreundliches Verhalten belohnt wird und innovative Technologien gefördert werden.

 

Gentechnologie:
Die JCVP hegt starke ethische Bedenken in Bezug auf die Entwicklungen im Bereich der Eingriffe in menschliches Erbgut. Wir fordern eine konsequente Anwendung der Gesetzesbestimmungen, setzen uns für eine lückenlose Deklaration gentechnisch veränderter Produkte ein und unterstützen die Richtlinien zum Verbot der Patentierbarkeit von Leben, der Erzeugung artübergreifender Mischformen bei Tier und Pflanze und der Verwendung von menschlichem Erbgut.

 

Energiepolitik:
Aus Gründen der nachhaltigen Entwicklung gibt die JCVP grundsätzlich den erneuerbare Energiequellen (Wasser, Holz, Biomasse, Sonne, Wind, Erdwärme, usw.) den Vorzug gegenüber den fossilen Energieträgern wie Erdöl, Erdgas oder der Atomkraft.

Die gezielte Förderung von alternativen, erneuerbaren Energieformen ist ein wichtiger Bestandteil für eine zukunftsweisende Energiepolitik.

 

Verkehrspolitik:
In der Verkehrspolitik vertreten wir die Ansicht, dass die Kostenwahrheit der Verkehrsträger angestrebt werden muss, z.B. durch die Erhöhung des Benzinpreises unter Einschluss der externen Kosten (Lärmschutzmassnahmen und Schäden durch die Luftverschmutzung [z.B. Partikelfilter], Unfallkosten, u.a.). Wegen des rasanten Anstieges des motorisierten Privatverkehrs und dem Transport von gütern auf der Strasse unterstützen wir zudem eine Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Verkehrs. Der öffentliche Verkehr soll alle bewohnten Regionen der Schweiz mit verhältnismässigem Aufwand versorgen.

 

Asylpolitik

Die Asylpolitik stellt in der Schweiz ein stark emotionalisiertes Thema dar. Wir fordern eine Asylpolitik, die einerseits die humanitäre Tradition der Schweiz sichert, indem wirklich Notbedürftigen vorübergehend Schutz gewährt wird und schnelle und unbürokratische Hilfe ermöglicht, andererseits aber den drohenden Missbräuchen entschieden entgegentritt. Nur so kann ein konsequentes, aber faires Handeln garantiert werden.

Wir erachten es auch als sehr wichtig, dass die Schweiz Hilfe vor Ort leistet, um Stabilität in Krisengebiete zu bringen. Nur so kann einem Flüchtlingselend vorgebeugt und eine Entwurzelung der Opfer vermieden werden.

 

Ausländerpolitik

Die Schweiz ist für eine erfolgreiche Zukunft auf das Wissen und die Erfahrungen von Ausländerinnen und Ausländern angewiesen.

Für eine erfolgreiche Integration respektieren die Ausländer das schweizerische Wertesystem (Gleichberechtigung, Trennung von Kirche und Staat, usw.). Mangelnder Integrationswille soll sich nicht lohnen.

Schweizerinnen und Schweizer achten die Andersartigkeit ihrer ausländischen Mitmenschen.

 

Sicherheitspolitik

Die Sicherheit der Schweiz ist auf Basis der Neutralität gegen Innen und Aussen gewährleistet. Dazu wird besonders ein enger freundschaftlicher Kontakt mit unseren Nachbarstaaten gepflegt. Die Kompetenzen der Einsatzkräfte müssen genau definiert und aufeinander abgestimmt sein.

Wir fordern die Abschaffung der Wehrpflicht zu Gunsten einer allgemeinen Dienstpflicht, das heisst jedermann leistet einen Einsatz für die Nation.

 

Aussenpolitik

Die JCVP setzt sich für eine selbstbewusste, offene und solidarische Schweiz ein. Wir sind der Meinung, dass die Schweiz weiterhin durch ihre Mitgestaltung und Mitverantwortung auf internationaler Ebene weiterhin glaubwürdig und stark auftreten kann.

 

Europapolitik:
Die vom Schweizer Stimmvolk angenommenen bilateralen Verträge mit der Europäischen Union erachten wir als einen wichtigen Schritt in die Einbindung der Schweiz an Europa. Diese bieten der Schweiz viele Möglichkeiten, sich in Europa vermehrt zu integrieren und zu engagieren. Ein Beitritt zur Europäischen Union ist unserer Meinung nach stets im Auge zu behalten und zu prüfen. Zum heutigen Zeitpunkt lehnt die JCVP einen solchen Beitritt aber ab.