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Förderung von nachhaltigen Holzfeuerungsanlagen
Förderung von nachhaltigen Holzfeuerungsanlagen

Förderung von nachhaltigen Holzfeuerungsanlagen

In der Aprilsession entscheidet der Kantonsrat über eine von der CVP-EVP-Fraktion eingereichte Standesinitiative (41.21.01), die verlangt, dass zentrale Holzfeuerungsanlagen zur Erzeugung von Strom und Wärme auch ausserhalb der Bauzone und möglichst standortgerecht erstellt werden können. Mit dieser raumplanerischen Massnahme soll der Bau von grossen Holzfeuerungsanlagen und Wärmenetzen gefördert werden.

Diese Standesinitiative gründet auf einer von unserer Kantonsrätin Franziska Steiner-Kaufmann eingereichten Interpellation (51.20.76). Dies war sogar ihr aller erster politischer Vorstoss im Kan-tonsrat. Über die erwähnte Standesinitiative forderte sie zusammen mit den anderen Fraktionsmit-gliedern in der Februar-Session, dass auf Bundesebene Anpassungen im eidgenössischen Raum-planungsrecht vorzunehmen seien. Die Regierung lehnt dies ab mit der Begründung, dass Bauten und Anlagen für die Produktion von Wärme aus verholzter Biomasse in die Bauzone gehören – gemäss dem raumplanerischen Grund-satz, dass Baugebiet und Nichtbaugebiet zu trennen sind. Die CVP-EVP-Fraktion hält jedoch fest am Standesbegehren. Namentlich im Hinblick auf die Umsetzung der Energiestrategie 2050 ist sie überzeugt, dass der Energieträger «Holz» besser genutzt werden muss. «Gebäude zur Energie-gewinnung sollen dort gebaut werden können, wo das Material zur Verfügung steht, und das ist vielfach ausserhalb der Bauzone», argumentiert Fraktionssprecherin Franziska Steiner-Kaufmann. «Gleichzeitig hat dieses Anliegen auch wirtschaftlich seine Berechtigung. Die Wertschöpfungskette entlang des Holzes wird insbesondere in den ländlichen Regionen gestärkt. Wir schaffen damit Arbeitsplätze.» Die Junge Mitte SG ist auch der Meinung, dass es eine sorgfältige Interessensabwägung zwischen der Raumplanung und der Energiepolitik vorzunehmen gilt. Dieses Anliegen bietet aber auf ver-schiedenen Ebenen Potenzial, die es im konkreten Fall den raumplanerischen Überlegungen vor-zuziehen gilt. Neben den erwähnten wirtschaftlichen und energiepolitischen Aspekten (mit der För-derung von Holzenergie könnte noch bis zu 1.5 Mio Tonnen CO2 eingespart werden), sieht die Junge Mitte insbesondere auch eine Chance für den hiesigen Wald. Aktuell findet von Schädlingen befallenes Holz fast keinen Absatz und verrottet daher häufig einfach ungenutzt in den Wäldern. Wenn wir eine lösungsorientierte Energiepolitik wollen, gilt es zu solchen nachhaltigen und einfach umzusetzenden Ideen Ja zu sagen.

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